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Meryl Streep spricht sich gegen das Vermarveln von Charakteren in Filmen aus
04.05.2026 - 12:00 Uhr
Meryl Streep, die eine der herausragendsten und respektiertesten Schauspielerinnen unserer Generation ist, hat eine klare und unmissverständliche Botschaft für Filmemacher: Sie möchte auf keinen Fall, dass ihre Filme die Figuren 'vermarveln'.
Mit dem Begriff 'Vermarveln' spielt Streep auf die Praxis an, Figuren in Filmen in ein simples Raster von Helden oder Bösewichte zu pressen, wie es oft in Filmen des Marvel Cinematic Universe geschieht.
Die A-lister Schauspielerin, die mit ihrer unvergesslichen Darstellung in 'Der Teufel trägt Prada' einige der ikonischsten Szenen der Filmgeschichte hervorbrachte, bereitet sich derzeit auf die Fortsetzung des überaus erfolgreichen Films aus dem Jahr 2006 vor. In 'Der Teufel trägt Prada 2' wird Streep erneut als die gefürchtete Modechefin Miranda Priestly in Erscheinung treten. Sie äußerte sich dazu, dass sie sich darauf freue, in der Fortsetzung auch die weichere Seite ihrer Figur präsentieren zu können. Für Streep ist es wichtig, dass Charaktere in Filmen so vielschichtig sind wie Menschen in der Wirklichkeit. Sie seien schließlich weit mehr als nur einfache Helden oder Bösewichte.
In der 'Hits Radio Breakfast Show' verriet die 72-jährige Streep, dass sie das 'Vermarveln' von Charakteren, in dem nur noch Bösewichte und Helden existieren, als langweilig empfindet. Was das wirkliche Leben so interessant macht, betont sie, ist die Tatsache, dass selbst Helden Fehler haben und einige Bösewichte menschlich sind, sie Interesse wecken und über Eigenheiten und Stärken verfügen. Die Vielschichtigkeit und Komplexität von Charakteren ist genau das, was sie an 'Der Teufel trägt Prada 2' schätzt und was sie als chaotisch beschreibt.
'Der Teufel trägt Prada 2' erfreut sich über ein Comeback des Original-Casts und bringt Meryl Streep wieder mit ihren Co-Stars Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci zusammen. Anne Hathaway, die in ihren Preisträgerfilmen wie 'Les Misérables' brillierte, sprach zuvor in Interviews darüber, dass die Dreharbeiten zu 'Der Teufel trägt Prada 2' "eine der lustigsten Erfahrungen überhaupt" gewesen seien. Die 43-jährige Anne gab zu, dass sie während der Dreharbeiten zwar "gestresst und nervös" war, aber die Zusammenarbeit mit Emily Blunt, Stanley Tucci und Meryl Streep habe ihr dabei sehr geholfen und die Dreharbeiten zu einer unvergesslichen Erfahrung gemacht.
In einem Interview mit dem Magazin 'People' erinnert sich Hathaway daran, wie sehr sie den ersten Teil des Films geliebt habe. Während sie sich an ihren Stress und ihre Nervosität während der Dreharbeiten erinnert, betont sie, dass die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen es zu einer der lustigsten Erfahrungen gemacht hat, die sie je gemacht hat. Sie lobte ihre Co-Stars über den grünen Klee und gestand, dass sie Streep nicht oft direkt sage, wie sehr sie sie verehre. Sie enthüllte, dass Emily Blunt eine entzückende Person ist, Stanley Tucci ein schlagfertiger und humorvoller Mensch und Meryl Streep - jemand, den sie zutiefst bewundert, obwohl sie es ihr nicht oft genug sagt.
Zurückkehrend zum Regiestuhl für die Fortsetzung ist David Frankel, der bereits den Originalfilm inszenierte. Er sprach in einem Interview mit der 'Metro' Zeitung über die Bedenken des Teams bezüglich der Fortsetzung des Erfolgsfilms. Tatsächlich bestand die Sorge, ob es möglich wäre, den Erfolg des ersten Films - sowohl bei Kritikern als auch an den Kinokassen - zu wiederholen. Frankel erzählte, dass es viele Elemente erfordert, die alle richtig funktionieren müssen, um einen erfolgreichen Film zu kreieren. Es gehört auch viel Glück dazu. Und genau deshalb hatte das Team bisher zögerlich eine Fortsetzung in Betracht gezogen - da immer die Frage im Raum stand, ob es möglich wäre, dass solch ein Glück noch einmal passiert.
Quelle: BANG Media International
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