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John Malkovich enthüllt, er hätte gewünscht, dass Tom Cruise seine Rolle spielt

22.06.2026 - 12:00 Uhr

John Malkovich, der vielseitige und vielfach preisgekrönte Schauspieler, ist bekannt für seine unverwechselbare Ausstrahlung und sein eindrucksvolles schauspielerisches Können.

In der sphärischen Fantasy-Komödie 'Being John Malkovich' von Regisseur Spike Jonze, die im Jahr 1999 erschien, spielte Malkovich eine fiktionalisierte Version seiner selbst. Das skurrile Konzept des Films handelte von einem Portal, welches direkt in Malkovichs Gehirn führte und von der Hauptfigur, Craig Schwartz, gespielt von John Cusack, entdeckt wird.

Ursprünglich hatte Malkovich jedoch vorgehabt, eher eine Hintergrundrolle in dieser Produktion einzunehmen und die Rolle, die auf ihm basierte, einem anderen Darsteller zu überlassen. Der Umstand, dass ein Film sein eigenes Bewusstsein als Handlungsort verwendet, scheint ein hinreichender Grund für diese anfängliche Zurückhaltung gewesen zu sein.

Drehbuchautor Charlie Kaufman sah dies jedoch anders und bestand darauf, dass Malkovich die Rolle spielt. In einem Interview mit dem Kulturmagazin der Sunday Times reflektierte der nun 72-jährige Schauspieler seine ursprünglichen Wünsche und erklärte: "Ich war ein großer Fan von William Hurt. Tom Cruise hatte kürzlich 'Risky Business' abgedreht, eine Darstellung, die mir sehr gefiel. Sean Penn war ebenfalls hoch in meiner Achtung. Es hätte irgendjemand sein können, aber Charlie war da anderer Ansicht.".

Trotz der anfänglichen Diskrepanzen beteiligte sich Malkovich aktiv an der Rolle und lieferte einen "sinnvollen Beitrag" zur Produktion. Seine brillante Idee bestand darin, Charlie Sheen für die Rolle seines besten Freundes vorzuschlagen, nachdem Kevin Bacon das Projekt abgelehnt hatte. Zu dieser Zeit befand sich Sheen in einer Entzugsklinik, nach einer Überdosis Kokain. Malkovich erklärte dazu: "Ich denke, dass war mein einziger wirklich nützlicher Beitrag. Er [Charlie Sheen] ist sehr lustig. Ich hatte nie persönlichen Kontakt zu ihm, war aber erleichtert, dass der Film den Menschen half, über das hinwegzukommen, was auch immer er getan hatte oder für was er angeblich büßen musste."

Trotz seiner aktiven Beteiligung an der Produktion, weigerte sich Malkovich, zu persönliche Aspekte für den Film beizusteuern. So berichtete er, dass er gefragt worden sei, ob er eine Meinung zu einer Szene habe, in der seine Filmfigur einen "fußverwöhnenden Baumwollteppich" bestellen möchte und über die Farbauswahl einer Badematte entscheiden muss. Dazu meinte er: "Ja, aber ich würde nicht darüber sprechen."

Malkovich, bekannt für seine starke Präsenz in Filmen wie 'Liaisons Dangereuses', beteiligt sich gerne an Projekten, die er als "urkomisch" ansieht. So repräsentierte die Zusammenarbeit mit dem italienischen Filmemacher Bernardo Bertolucci in 'Himmel über der Wüste' dieses Gefühl, während seine Kooperation mit dem berühmten Regisseur Woody Allen in 'Schatten und Nebel' das Gegenteil bewirkte. Malkovich reflektierte seinen Eindruck und meinte: "Man könnte denken, dass es bei einem Woody-Allen-Film nur Spaß und Lachen gibt. Das ist aber nicht der Fall. Er [Woody Allen] ist ein ernster Mensch durch und durch."

Quelle: BANG Media International

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