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Regisseur Christopher Nolan verbannt Smartphones vom The Odyssey- Set

06.08.2026 - 12:00 Uhr

Der preisgekrönte und international geachtete Regisseur Christopher Nolan ist bekannt für seine rigiden und innovativen Regie-Methoden, die einen unerreichten Grad an Authentizität in seinen Produktionen erzeugen.

In seinem neuesten Projekt, der aufwendigen Verfilmung von Homers legendärem Epos 'The Odyssey', setzt Nolan erneut auf außergewöhnliche Maßnahmen, um die maximale Realitätstreue in jeder Szene zu gewährleisten.

Adam Croasdell, der in dem kommenden Mammutprojekt die Rolle von Antinous' Vater übernimmt, gewährt in einem jüngsten Interview mit 'Bang Showbiz' Einblicke in die gewagten und dennoch erfolgreich implementierten Drehmethoden, die unter der hartnäckigen und genauen Aufsicht von Nolan zum Einsatz kommen. Eine der klar definierten Regeln am Set war die strenge Untersagung jeglicher Handynutzung. "So weit ich weiß - und ich bin vollkommen einverstanden mit dieser Regelung - verabscheut Chris die Verwendung von Handys am Set", so Croasdell. Der Schauspieler äußerte Kritik an dem allzu verbreiteten Brauch, nach einem "Cut" oder einer kurzen Pause sofort zum Smartphone zu greifen, um Nachrichten zu empfangen oder zu beantworten. In seine Meinung nach trägt das maßgeblich dazu bei, die Konzentration zu stören. "Deshalb waren Handys am Set nicht erlaubt."

Doch Nolans Konzept für ein fokussiertes und störungsfreies Set ging weit über ein simples Handyverbot hinaus. Wie Croasdell weiterhin enthüllt, legte der Regisseur größten Wert darauf, dass seine Schauspieler die Bedingungen und Zustände ihrer Charaktere auch tatsächlich körperlich erfahren. "Man blieb so lange vor Ort, bis die Szene abgedreht war", erinnert sich der Schauspieler. "In unserem Fall standen wir an der Seite eines Berges, während Sturmwinde über uns hinwegfegten, und wir uns bemühten, unter genau diesen Bedingungen zu spielen." Die Schauspieler hatten dabei keine Annehmlichkeiten wie bequeme Ruheräume oder wärmende Unterschlüpfe zur Verfügung. "Es gab nichts in der Art von 'Setzt euch hin, hier ist ein Aufenthaltsraum und etwas, das euch wärmt.' Nichts dergleichen. Und ich muss sagen, dass ich diese Erfahrung durch und durch genossen habe."

Croasdell berichtet, dass seine Kollegen am Set ähnlichen Herausforderungen gegenüberstanden, insbesondere jene, die Szenen an Bord des Schiffes von Odysseus drehen mussten. "Du bist auf diesem Schiff, du wirst die Szene drehen. Und wenn du zur Toilette musst, dann ist das dein Problem." In Nolans Regie-Konzept gehört diese Methode zur Herangehensweise - die Darsteller sollen die Strapazen, den Schmerz und die Herausforderungen ihrer Charaktere am eigenen Leib erfahren. Der Schauspieler erläuterte: "Wir Schauspieler werden in vielen Filmproduktionen sehr komfortabel behandelt, aber diese Männer - sie stehen unglaublichen Herausforderungen durch die Naturgewalten gegenüber. Und Chris wollte, dass wir diese Realität in unseren Gesichtern widerspiegeln."

Ein weiteres Kennzeichen von Nolans Regie-Stil ist der bewusste Verzicht auf übermäßige Computereffekte. Nach Aussage von Croasdell setzte Nolan so weit wie möglich auf direkte und praktische Effekte vor der Kamera, weit entfernt vom stark Cgi-lastigen Marvel-Stil des Filmemachens. "Es wirkt oft billig, wenn computergenerierte Bilder verwendet werden. Als Menschen sind wir sehr gut darin, Fälschungen zu erkennen", erläutert der Schauspieler. Nolan strebt daher an, eine möglichst echte und greifbare Erfahrung für den Zuschauer zu schaffen. "Er sagt im Grunde nein zu allem, was künstlich ist. Sein Ziel ist es, alles so real wie nur irgendwie möglich darzustellen."

Neben Adam Croasdell sind Robert Pattinson als Antinous, Matt Damon als Odysseus, Tom Holland als Telemachos und Zendaya als Athene in Schlüsselrollen in 'The Odyssey' zu sehen.

Quelle: BANG Media International

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