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George MacKay entscheidet sich gegen das Ansehen von Ang Lees Sinn und Sinnlichkeit, bevor er in der neuen Adaption eine Rolle übernimmt

17.09.2026 - 15:00 Uhr

In einer fortwährenden Verschmelzung von klassischen literarischen Werken und dem zeitgenössischen Kino ist Schauspieler George MacKay in die Fußstapfen der hervorragend dargestellten Charaktere des Jane Austen Romans 'Sinn und Sinnlichkeit' getreten, wobei er in einer Neubearbeitung die Rolle des Edward Ferrars annimmt.

Merkwürdigerweise hat der mit 34 Jahren bereits erfahrene Darsteller MacKay noch nie die berühmte Version des Films von Regisseur Ang Lee aus dem Jahr 1995 gesehen. Er hat bewusst auf diese Möglichkeit verzichtet, bevor er sich in die komplexe Welt der Jane Austen-Adaption vertiefte. MacKay erklärte, dass er statt, sich in irgendeiner Weise vom vorherigen Film beeinflussen zu lassen, unbelastet an sein Engagement in der Neubearbeitung herantreten wollte. Während eines Interviews mit 'The Hollywood Reporter' auf der weltweiten Premiere des Films am Dienstag, den 15. September in der pulsierenden Metropole London, äußerte MacKay: "Ich war mir durchaus bewusst, dass dieser Film eine greifbare Präsenz hatte und für viele bedeutend war. Aber dennoch entschied ich mich bewusst dagegen, ihn anzusehen, um mir nicht unnötig Druck aufzuerlegen." Stattdessen strebte der Schauspieler danach, seine eigene, einzigartige Auslegung der Charaktere zu entwickeln. Dabei orientierte er sich an dem exzellent geschriebenen Drehbuch von Diana Reid und schuf somit seine eigene Interpretation von Edward Ferrars. Interessanterweise verriet der Schauspieler, bekannt für seine beeindruckende Darstellung in dem Film '1917', dass die ritterlichen Eigenschaften der Charaktere Edward und Elinor Dashwood ihn besonders fasziniert haben. MacKay erklärte: "Es ist eine Herausforderung, eine Geschichte zu erzählen, in der Charaktere ihre Gefühle verbergen. Und es ist nicht leicht, den Aspekt hervorzuheben, dass jemand ständig andere über sein eigenes Wohl stellt. Diese Haltung ist ritterlich, aber schwer zu vermitteln." Austen gelingt es, diese Haltung bei Elinor, die von Daisy Edgar-Jones gespielt wird, auf beeindruckende Weise darzustellen. In der Neuverfilmung von Georgia Oakley bekommt auch Edward die Möglichkeit, diese ritterlichen Qualitäten zu verkörpern. Oakley, selbst eine talentierte Regisseurin, bringt jedoch eine Reihe von Unterschieden und Neuerungen in ihre Adaption ein. Ein Schlüsselunterschied besteht darin, dass Oakley besonderes Gewicht auf den Altersunterschied zwischen den Dashwood-Schwestern legt und ihn ganz bewusst ins Rampenlicht stellt. Georgia Oakley erklärte: "In Wirklichkeit sind die Schwestern im Alter viel näher beieinander. Daher wollte ich eine spezifische Art von Schwesterdynamik untersuchen." Sie betonte auch, dass die visuellen Aspekte und die Drehorte ihrer Adaption sich deutlich von Ang Lee's Version unterscheiden. Darüber hinaus bekräftigte Oakley, dass ihr Wunsch Austens Roman erneut zu verfilmen, von der Aktualität und Relevanz von dessen Themen in der heutigen Zeit inspiriert wurde. Insbesondere stellt sie den bis heute anhaltenden Konflikt junger Frauen heraus, der sich zwischen den von der Gesellschaft vermittelten Erwartungen und dem, was sie in der Realität tatsächlich erwarten können, abspielt. "Wir leben immer noch in einer Welt, in der Regeln von Männern für Männer gemacht wurden. Und aus dieser Perspektive sehe ich es als eine wirklich zeitlose Geschichte. Es fühlte sich daher wie ein guter Zeitpunkt an, sie erneut zu adaptieren", erläuterte sie.

Quelle: BANG Media International

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