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Die gefeierte Schauspielerin Helen Mirren gibt Einblicke in ihre Bedenken, reale Charaktere zu portraitieren

15.09.2026 - 12:00 Uhr

Für die weltbekannte Schauspielerin Helen Mirren stellt eine Darstellung realer Personen stets eine einzigartige Herausforderung dar.

Sie gibt zu, dass sie immer zögert, bevor sie sich für eine solche Rolle entscheidet. Bei ihrer neuesten Rolle als die amerikanische Krimiautorin Patricia Highsmith in dem Film 'Ein Talent fürs Morgen', der von Anton Corbijn inszeniert wird, fühlt sich die 81-jährige Oscar-Preisträgerin vor einer besonderen Herausforderung, die sie als auf "verlorenem Posten" stehend beschreibt. Der Film erzählt die Geschichte des letzten Versuchs des New Yorker Verlegers Edward Ridgeway, Highsmith davon zu überzeugen, einen weiteren Roman ihrer unglaublich beliebten 'Ripley'-Reihe zu schreiben.

Trotz ihrer starken Vorbehalte gegen die Verkörperung realer Charaktere, war Mirren nicht in der Lage, ihre Faszination für die Rolle der Patricia Highsmith zu widerstehen und erklärte gegenüber 'Deadline', dass sie die Rolle unbedingt übernehmen wollte. Sie führte weiter aus, dass sie oftmals Bedenken hat, reale Menschen in Filmen zu verkörpern, da die Darstellung stets den Vergleich mit der Realität provoziert. "Ich sage immer, dass man bei der Darstellung einer realen Person von vornherein auf verlorenem Posten ist, weil man niemals vollständig überzeugen kann. Im besten Fall erreicht man vielleicht 75 Prozent dessen, wie die reale Person tatsächlich war", erklärte Mirren in dem Interview.

Die renommierte Schauspielerin enthüllte auch, dass sie es über viele Jahre hinweg vermieden hat, historische Persönlichkeiten darzustellen, solange sie noch nicht so lange tot waren, dass niemand mehr genau wüsste, wie sie gesprochen oder sich bewegt hatten. Sie verwies auf historische Rollen wie Elizabeth I. und Katharina die Große, die sie in der Vergangenheit bereits verkörpert hat.

Mirren drückte auch ihre Sorge aus, dass es schwieriger ist, Personen darzustellen, die der Öffentlichkeit noch gut in Erinnerung sind, da der Vergleich zur realen Person dann unmittelbarer wird. Diese Herausforderung wurde noch erschwert durch den Umstand, dass es von Patricia Highsmith, die 1995 verstarb, nur begrenztes Bildmaterial gibt. "Patricia Highsmith war gegen Ende ihres Lebens sehr zurückgezogen und abgeschottet. Genau das ist auch ein Teil unserer Geschichte", erklärte Mirren.

Highsmith zog sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück, und deshalb gibt es besonders aus ihren späteren Lebensjahren, auf die der Film sich konzentriert, nur wenige Filmaufnahmen. Dies bedeutete für Mirren, dass es kaum Material gab, das sie zur Vorbereitung auf ihre Rolle hätte heranziehen können. Die Weltpremiere von 'Ein Talent fürs Morden' fand beim Toronto International Film Festival statt und der Film ist für eine breitere Veröffentlichung am 23. Oktober geplant.

Quelle: BANG Media International

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