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Muse-Frontmann Matt Bellamy stellt klar: Wir waren nie ein modisches Phänomen
03.07.2026 - 15:00 Uhr
Muse, eine der einflussreichsten und langlebigsten Bands in der Rockgeschichte, feiern inzwischen mehr als 30 Jahre auf der Bühne.
Diese beeindruckende Zeitspanne verdanken sie nach Ansicht von Frontmann Matt Bellamy unter anderem ihrer Unabhängigkeit von musikalischen Modetrends. Die Band, die Bellamy 1994 mitbegründete, hat eine eigene musikalische Marke geschaffen, die nie eindeutig einem bestimmten Genre zugeordnet oder Teil eines vergänglichen Modetrends war. "Wir waren nie in Mode" ist Bellamys prägnante Art, dies auszudrücken.
Bellamy prägte dabei auch das Bild von Muse als "die Definition von Alternative". Im Gespräch mit 'Nme', einem der führenden Musikmagazine, erläuterte Bellamy seine Vision von der Entwicklung der Band im musikalischen Kontext ihrer Zeit: "Als Muse aufkamen, gab es damals drei große Dinge: das Ende des Britpop, Nu Metal in Amerika und dann dieses neue, aufregende Ding mit The Strokes, The White Stripes und diesem Retro-Rock-'n'-Roll-Sound."
Doch Muse passten in keine dieser drei Kategorien, ein Umstand, den Bellamy rückblickend als echten Segen betrachtet. Der 48-jährige Musiker und Sänger sagte hierzu: "Rückblickend war das wirklich ein Segen. Dass wir irgendwie ein Publikum gefunden haben, ohne Teil eines Trends zu sein, ist erstaunlich, und ich glaube, deshalb sind wir immer noch da." Mit großer Zufriedenheit blickt Bellamy auf das stets unkonventionelle Image seiner Band. "Wir waren nie so sehr in Mode, dass wir einfach erledigt gewesen wären, sobald das Rampenlicht weitergezogen ist", unterstreicht er.
Zu Jahresbeginn auf dem berühmten Coachella-Festival in Kalifornien führte Bellamy ein interessantes Gespräch mit zwei weiteren namhaften Künstlern dieser Zeit, nämlich Jack White von The White Stripes und Albert Hammond Jr. von The Strokes. Bellamy erinnert sich an diese Diskussion, in der sie ihr Durchhaltevermögen in der oft schnelllebigen Musikbranche hervorhoben: "Ich unterhielt mich backstage mit ihnen und sagte: 'Verdammt, wir sind immer noch da!' Wir sagten so etwas wie: 'Wir sind die Gitarristen aus den 2000ern! Wir haben es geschafft!' Das war so cool.", erzählte Matt. "Vielleicht gab es damals ein bisschen eine Szene, aber sie war dadurch geprägt, dass sie etwas alternativ zum Mainstream war."
Angesprochen auf die Idee einer musikalischen Zusammenarbeit mit Jack White und Albert Hammond Jr., eine Art Rock-Supergroup der 2000er zu formieren, bleibt Bellamy auf dem Boden der Tatsachen. Mit einem Augenzwinkern weist er die Idee zurück: "Ha! Nein, denn sie würden mich mit ihrem Können blamieren!" Über Jack White, bekannt für seine herausragende Technik an der Gitarre, äußert er sich bewundernd: "Er ist ein echter Leadgitarrist. In jedem Song spielt er ziemlich anspruchsvolle Soli."
Quelle: BANG Media International
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