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Die Wirkung von Thelma und Louise: Eine tiefgreifende Veränderung in Geena Davis Wahrnehmung der Frauenrepräsentation in der Unterhaltungsindustrie
23.07.2026 - 12:00 Uhr
'Thelma and Louise' stellte einen Wendepunkt in Geena Davis' Wahrnehmung der Art und Weise, wie Frauen in der Unterhaltungsindustrie dargestellt werden, dar.
Dieser kraftvolle und doch einfühlsame Krimi-Abenteuerfilm aus dem Jahr 1991 ebnete Davis den Weg zu einer verstärkten Sensibilisierung für die fehlende Präsenz von Frauen auf der Film- und Fernsehbildfläche.
Die filmische Darstellung von Frauen als starke, autonome Figuren, die im Zentrum einer Geschichte stehen und diese weiterentwickeln, ist leider nicht die Norm. Der Film 'Thelma and Louise' aber förderte diese Wahrheit zutage und bewirkte, dass Davis die mangelnde weibliche Repräsentation in Film und Fernsehen mehr denn je ins Bewusstsein rückte. In einer kürzlich ausgestrahlten Folge des Podcasts 'Armchair Expert with Dax Shepard' teilte die inzwischen 70-jährige Schauspielerin ihre Erfahrungen und Einsichten, die sie durch ihre mit 'Thelma and Louise' gewonnene Weisheit sammelte.
Als Mutter von drei Kindern - Alizeh (24), und die Zwillinge Kaiis und Kian (22), die sie während ihrer Ehe mit ihrem Ex-Mann Reza Jarrahy bekam - hatte Davis einige einzigartige Gelegenheiten, ihre Ansichten über Medien und die Darstellung von Frauen auf die nächste Generation zu übertragen. "Das allererste, was ich meiner Tochter Alizeh gezeigt habe, war eine Vorschul-TV-Sendung. Sie saß auf meinem Schoß und ich dachte: 'Das ist fantastisch, eine Kindersendung' ... Aber sofort fiel mir auf: 'Oh, es gibt verhältnismäßig viele männliche Charaktere.'" bemerkte die Darstellerin aus 'Beetlejuice'. Sie war verblüfft, dass es in der gesamten Besetzung nur eine weibliche Figur gab. "Und ich dachte: 'Das ist seltsam'", reflektierte die preisgekrönte Schauspielerin.
Dasselbe Muster beobachtete sie, als sie später ein Video für ihre Tochter auslieh. Trotz der Tatsache, dass seit der Veröffentlichung von 'Thelma and Louise' mittlerweile zwölf Jahre vergangen waren, hatte sich die Situation offensichtlich nicht verbessert. "Ich war überrascht und etwas enttäuscht", gestand die Oscar-Preisträgerin, "Ich dachte: 'Warte mal, wir vermitteln unseren Kindern also von Anfang an unbewusste Geschlechtervoreingenommenheiten.'"
In 'Thelma and Louise' verkörpern die beiden Protagonistinnen, eine Kellnerin namens Louise (gespielt von Susan Sarandon) und Thelma (gespielt von Davis selbst), mutige und unabhängige Frauen, die auf der Flucht sind, nachdem Louise Harlan Puckett (gespielt von Timothy Carhart) erschossen hat, weil er versucht hatte, Thelma zu vergewaltigen. Diese kraftvolle und gleichzeitig sensible Geschichte inspirierte Davis dazu, das Geena Davis Institute on Gender in Media im Jahr 2004 zu gründen. Diese gemeinnützige Organisation setzt sich für eine gerechte und gleichberechtigte Darstellung von Gender in den Medien ein. Davis selbst sagt dazu: "Und ich glaube, es liegt an 'Thelma and Louise', dass mein Bewusstsein dafür geschärft wurde, wie Frauen in den Medien dargestellt werden. Denn es gibt noch so viele Frauen, die nach dem Anschauen eines Films nicht das Gefühl haben, sich in den weiblichen Charakteren wiederfinden zu können oder sich durch diese gestärkt zu fühlen."
Quelle: BANG Media International
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