Startseite » Film + TV » Film + TV News » Bestätigung von Danny Boyle: Einsatz von Künstlicher Intelligenz in seinem neuen Film Ink
Bestätigung von Danny Boyle: Einsatz von Künstlicher Intelligenz in seinem neuen Film Ink
06.09.2026 - 14:00 Uhr
Die Welt des Films hat in jüngster Zeit eine bemerkenswerte technologische Entwicklung erlebt.
Regisseure und Filmemacher wenden immer häufiger innovative Techniken wie Künstliche Intelligenz (Ki) an, um ihre kreativen Visionen auf die Leinwand zu bringen. Markante Beispiele für diese Entwicklung sind unter anderem Filme wie 'The Lion King' und 'Gemini Man', die auf bahnbrechende Weise modernste Technologien eingesetzt haben.
In diese aufregende Welle der Innovation tritt nun auch der renommierte Regisseur Danny Boyle ein. In einem kürzlichen Interview bestätigte Boyle, dass er für seinen neuesten Film 'Ink' Künstliche Intelligenz eingesetzt hat. Für Boyle, bekannt für seine Regiearbeit an Filmen wie 'Slumdog Millionaire' und 'Trainspotting', ist dies ein beeindruckender Schritt in die moderne Filmtechnik.
Speziell in Bezug auf die Darstellung von Tieren in Filmszenen schätzt der 69-jährige Filmemacher die Vorteile der Technologie. In 'Ink' - wie Boyle erklärte - wurden etwa 30 Sekunden des Films durch die Verwendung generativer Künstlicher Intelligenz erstellt. Dieses spannende Drama erzählt die Geschichte von Rupert Murdochs Bemühungen, die britische Tageszeitung 'The Sun' in eine Pflichtlektüre und zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für den 'Daily Mirror' zu verwandeln. Damit bietet der Film auch einen tiefen Einblick in die Entwicklung des britischen Boulevardjournalismus.
Nachdem Spekulationen zustande kamen, dass Künstliche Intelligenz eingesetzt wurde, um nostalgische Bilder der berühmten Kray-Zwillinge und der versierten ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher wieder zum Leben zu erwecken, bestätigte Boyle beim renommierten Telluride Film Festival in einem Interview mit 'Vanity Fair': "In unserem Film gibt es etwa 30 Sekunden, in denen wir einige alte Fotografien animieren. Und dann gibt es noch ein paar Mäuse - für solche Szenen eignet sich die Technologie hervorragend. Wir hatten ein paar Mäuse, die im Redaktionsbüro der 'The Sun' herumlaufen."
Der erfahrene 'Trainspotting'-Regisseur betonte, dass seine persönlichen Ansichten hinsichtlich Künstlicher Intelligenz schließlich keine Rolle spielen. "Entscheidend ist, was die 20-Jährigen heute darüber denken. Das ist die harte Wahrheit", betonte er. "Für mich ist sie in vielen Aspekten ein sehr nützliches Werkzeug - solange sie respektvoll eingesetzt wird und Schauspieler entschädigt werden, wenn sie durch eine Form von Ki-Performance ersetzt werden."
Boyle hatte bereits zu Beginn der Woche vor schwerwiegenden möglichen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf verschiedene Bereiche, einschließlich Journalismus, gewarnt. Während einer Pressekonferenz zu 'Ink' bei den renommierten Filmfestspielen von Venedig äußerte er seine Sorge: "Die Gefahr bei den Tech-Giganten und ihrer Künstlichen Intelligenz besteht darin, dass sie den Journalismus ersetzen können. Man könnte einen Ki-Journalisten haben, der effizienter, günstiger und so weiter ist. Aber wird dieser Ki-Journalist die Mächtigen kritisieren, die ihn erschaffen haben?"
Die offizielle Kurzsynopse bezeichnet 'Ink' als "eine explosive filmische Achterbahnfahrt über eine Gruppe von Visionären und Außenseitern, die revolutionäre Ideen für einen neuen News-Ansatz hatten". In diesem epischem Drama portraitiert Guy Pearce den Medienmogul Murdoch, während Jack O'Connell die Rolle des Larry Lamb übernimmt, der 1969 die Aufgabe bekam, die 'The Sun' zu leiten, nachdem Murdoch diese gekauft hatte. Claire Foy, bekannt aus 'The Crown', spielt Jules Davies, die Frau des umstrittenen Chefredakteurs Lamb. 'Ink' basiert auf einem Theaterstück des renommierten Dramatikers James Graham, der auch das Skript für die filmische Umsetzung adaptiert hat.
Quelle: BANG Media International
Artikel teilen:
Mehr News zum Thema
- Ich fühle mich davon einfach nicht bedroht: Regisseur Steven Soderbergh verteidigt leidenschaftlich den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Filmemachen
- Kanye West, bekannt als Ye, enthüllt interessante Einzelheiten zur Bully-Tracklist und gibt an, dass das Album ohne den Einsatz von künstlicher Intelligenz produziert wurde
- Der renommierte Regisseur Steven Soderbergh plant die intensive Nutzung von Künstlicher Intelligenz in seinem bevorstehenden Kriegsepos
- Jodie Foster, eine feste Institution in Hollywood, ist fest davon überzeugt: F1, der Blockbuster mit Brad Pitt, ist ein klares Ergebnis von Künstlicher Intelligenz
- Pop-Ikone Madonna steht künstlicher Intelligenz in der Musikindustrie kritisch gegenüber und betont die Bedeutung von Kreativität über soziale Medienpräsenz
- Der ikonische Rockstar Alice Cooper warnt vor der aufkommenden Ära der von künstlicher Intelligenz erstellten Fake-Rockstars und betont deren Mangel an Herz und Seele