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James Blake drängt auf seine Streichung als Produzent von Kanye Wests neuestem Album Bully

30.03.2026 - 10:00 Uhr

James Blake, ein hochangesehener britischer Musiker und Produzent, drängt darauf, seinen Namen als Produzent von Kanye Wests neuestem Album 'Bully' entfernen zu lassen.

James Blake, ein 37-jähriger Musiker, der seine Sporen nicht nur als preisgekrönter Singer-Songwriter beim Publikum, sondern auch als respektierter Produzent in der Musikindustrie verdient hat, arbeitete zuvor mit Kanye West im Studio zusammen, um an neuen Songs für die kommende Platte des Rappers zu feilen.

Der britische Superstar hat nun jedoch angekündigt, dass er nicht länger in den Produktions-Credits des Album aufgeführt werden möchte. Der Grund hierfür ist bei genauerem Hinsehen äußerst interessant und bietet einen seltenen Einblick in die oft nebulöse Welt der Musikproduktion: James Blake behauptet, dass die endgültige Fassung des Albums 'Bully' 'komplett anders' ist als seine ursprüngliche Arbeit mit Kanye West.

In kontextualisierenden Kommentaren auf der Streaming-Plattform Vault erläuterte Blake seine Situation genauer. Er wies darauf hin, dass zwar einige Elemente seiner Arbeit, wie die Art und Weise, wie er Kanyes Stimmqualität manipuliert (gepitcht) und den Track aus seinem Freestyle-Performance aufgebaut hat, noch in der finalen Version präsent sind, doch er bemerkte, dass 'der eigentliche Geist' seiner Produktion größtenteils verschwunden sei. Er fügte hinzu, dass seine eigene ursprüngliche Version grundlegend anders war und dass er nicht den Ruhm für die Arbeit anderer beanspruchen möchte. Daher hat er darum gebeten, zumindest vorläufig aus den Produktions-Credits des Albums entfernt zu werden.

Diese Aussagen folgen nach Blakes Enthüllung in einem Interview mit dem 'Rolling Stone', dass '95 Prozent' seiner Arbeit als Produzent unbezahlt sei, was den Einblick in die Herausforderungen von Produzenten in der modernen Musikindustrie vertieft. Der Musiker, der bereits mit Weltstars wie Jay-Z, Frank Ocean, Beyoncé und Travis Scott zusammenarbeitet hat und bekannt für sein Stück 'Retrograde' ist, erklärte, dass ein Großteil dieser unbezahlten Arbeit niemals veröffentlicht wird. Er sprach von den berühmten '10.000 Stunden', die man benötigt, um Meisterschaft zu erreichen, und stellte fest, dass er diese wahrscheinlich damit verbracht hat, an Projekten zu arbeiten, die nie das Licht der Welt erblickt haben.

Blake ergänzte, dass dies 'einfach die Art der Branche' sei und Produzenten nicht nach Stunden bezahlt werden. Es könne vorkommen, dass eine Person unzählige Stunden in ein Musikstück investiert, und dann ändert sich plötzlich die Richtung eines ganzen Albums, wie es offenbar bei 'Bully' der Fall war. Diese Aussagen werfen ein Schlaglicht auf die oft verborgenen Schwierigkeiten und Herausforderungen von Musikproduzenten in der heutigen Zeit.

Quelle: BANG Media International

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