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Die gefeierte Musikerin Sza äußert sich über ihr Unbehagen: Sie fühlt sich im Krieg mit der künstlichen Intelligenz in der Musikindustrie
08.03.2026 - 12:43 Uhr
Im Kontext der fortdauernden technologischen Durchbrüche hat sich die renommierte Musikerin Sza dazu geäußert, dass sie das Aufstreben der künstlichen Intelligenz (Ki) in der Musikproduktion als eine Art Krieg empfindet.
Sie richtet ihren Alarm auf die potenziellen negativen Auswirkungen der Technologie, insbesondere auf die künstlerische Darstellung und Anerkennung von schwarzen Künstlern.
Die 'Save the Day'-Interpretin, die für ihre musikalischen Leistungen und ihre einzigartige Stimme vielfach ausgezeichnet wurde, drückt ihre Besorgnis über den zunehmenden Einsatz von Ki in der Musikproduktion aus. Sie ist besonders alarmiert über das, was sie als Missbrauch der Technologie zur Schöpfung von Musik ansieht. Sza sagte, sie sei 'wirklich beleidigt' von dem Klang einiger Songs, die dank der Ki-Technologie produziert wurden. Sie teilte dem renommierten Magazin 'i-D' ihre ehrlichen Gefühle mit: 'Ich habe das Gefühl, dass ich wegen Ki im Krieg bin. Das passiert überproportional oft bei schwarzer Musik. Warum höre ich Ki-Cover von Olivia Dean, wenn Olivia Dean gerade erst richtig durchgestartet ist? Sie kann nicht einmal die Streams dafür einnehmen. Ich bin auch wirklich beleidigt von der Art schwarzer Musik, die aus Ki herauskommt - seltsame, stereotype 'Struggle'-Musik.'
Die talentierte Sängerin unterstrich auch ihren Standpunkt, dass ihre Kompetition nicht bei gleichgesinnten Künstlern liegt, sondern in dieser Ära der Technologie vorherrscht. Ihre Überzeugung geht so weit, dass sie erklärt: 'Ich konkurriere nicht mit den Pop-Girls. Ich konkurriere nicht mit den R B-Girls. Ich kämpfe gegen Anti-Intellektualismus und dagegen, Dinge auf die einfache Art zu machen. Die Art von Mischung aus Informationen und Erfahrungen, die meine menschliche Erfahrung liefert, kann Ki nicht einmal ansatzweise nachbilden. Ich möchte diese Wut einfach nutzen, um mich in seltsame, neue Richtungen treiben zu lassen.' Dafür ist die 36-jährige Künstlerin bekannt; ihr Bedarf an Integrität und Authentizität in ihren künstlerischen Werken.
Darüber hinaus äußert die Sängerin ihre Sorgen darüber, wie 'gespalten und fragmentiert' die heutige Gesellschaft geworden ist: 'Im Moment fühle ich mich sehr stark als Schwarze. Es ist so beängstigend zu erkennen, dass wir als Gesellschaft so unvorbereitet, gespalten und fragmentiert sind. Der Schleier ist gefallen und alles ist möglich. Wir werden nicht von einem Gefühl der Gemeinschaft und Solidarität getragen. Das haben wir nicht.'
Der Ausdruck ihrer Frustration hat nicht nur in Interviews Gestalt angenommen, sondern wurde bereits im letzten Sommer lauter, als Sza Nutzer von Ki-Technologie dafür kritisierte, 'abhängig von einer Maschine' zu sein. Sie machte einen Appell an ihre Fans: 'Bitte googelt, wie viel Energie und Umweltverschmutzung nötig sind, um Ki zu betreiben.' In einem Instagram-Post sprach sie das Problem weiter an und forderte ihre Fans auf, die Auswirkungen der Ki auf bestimmte Gemeinschaften zu recherchieren: 'Bitte googelt wunderschöne schwarze Städte wie Memphis, die wegen Twitters neuem Ki-System Leiden. Bitte googelt einfach 'Umweltrassismus'. Ki ist es egal, ob du lebst oder stirbst, das verspreche ich.' Auch in ihrem Lied 'Ghost in the Machine', das auf ihrem Album 'Sos' aus dem Jahr 2022 zu finden ist, äußert Sza ihre Skepsis gegenüber der Rolle der Technologie in der Gesellschaft.
Quelle: BANG Media International
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