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Tiefere Einblicke in Kneecap: Über das Aufwachsen in Belfast, verdeckten Polizeieinsätze und die Kontroverse um ihre Musik

24.04.2026 - 15:00 Uhr

Kneecap, die kontroverse Hip-Hop-Gruppe aus Irland, hat tiefe und faszinierende Einblicke in das Chaos, die politischen Intrigen und die aufregenden Verfolgungsjagden mit verdeckten Ermittlern gegeben, die ihren Anfangsjahren im Musikgeschäft ihren einzigartigen Charakter verliehen haben.

Sie schilderten die faszinierende Geschichte ihrer Durchbruchssongs, die in einem 'vernebelten Dachboden' in West-Belfast entstanden sind und von Anfang an einen Hauch von Kontroverse mit sich brachten. In einem ausführlichen Interview mit der Sendung 'Origin Stories' von Apple Musics ließ das Trio die Hörer in ihre musikalische Reise eintauchen. Sie erzählten, dass ihr einzigartiger Sound auf der Hawthorn Street in Belfast entstanden ist, wo zwei der Mitglieder, Móglaí Bap und Mo Chara, fast ein Jahrzehnt verbracht haben. Kneecap - eine dynamische Band, die aus Mo Chara, Móglaí Bap und DJ Próvaí besteht - teilte mit den Hörern diesen bedeutungsvollen Ort ihres musikalischen Ursprungs: "Das ist eine sehr bedeutende Straße... weil ich und Móglaí dort etwa acht oder neun Jahre gelebt haben. In der Hausnummer 51 dort oben an der Ecke haben wir 'C.E.A.R.T.A.' aufgenommen. Dort haben wir viele unserer ersten Tracks geschrieben - in einem ziemlich vernebelten Dachboden."

Sie betonten auch eindrücklich, dass das Rappen auf Irisch nie als eine tatsächliche Karriereoption in Erwägung gezogen wurde: "Auf dem Papier ist es ein ziemlich schlechtes Geschäftsmodell, wenn man Geld verdienen will, in einer Sprache zu rappen, die nur etwa 80.000 Menschen täglich sprechen." Also sei die Vorstellung, dass sie damit wirklich Karriere machen könnten, niemals Teil ihres ursprünglichen Plans gewesen. Ihre Kindheit und Jugend in West-Belfast, einem Ort mit einer tiefgreifenden und komplexen politischen Geschichte, beeinflussten jedoch ihre Weltanschauung und ihren musikalischen Ausdruck: "Es ist ein Ort mit viel Geschichte... sehr geprägt von der Arbeiterklasse. Viele Menschen sind hier in Armut aufgewachsen. Aber genau das bringt auch die besten Menschen hervor. Politik ist überall ... das ist einfach das normale Gesprächsthema im Pub."

Kneecap entstand ursprünglich aus dem Wunsch heraus, ein ganz eigenes Festival für die irische Sprache zu schaffen. Sie wollten eine neue, junge Generation von Irisch sprechenden Menschen repräsentieren und die alte Sprache wieder aufleben lassen: "Warum sollten wir ins Englische wechseln, nur um ein bestimmtes Wort zu sagen? Warum können wir nicht unsere eigenen Wörter haben?" Ihre politischen Überzeugungen und ihr Aktivismus wurden während der hitzigen Debatte um das irische Sprachgesetz im Jahr 2017 noch verstärkt. "Alles, was wir wollten, mussten wir selbst aufbauen. Paul Givan hat Fördergelder gestrichen, also haben wir sofort eine Art Protest organisiert - und der Ort war brechend voll."

Quelle: BANG Media International

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