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Der renommierte Jack White zeigt Desinteresse an Taylor Swifts Art des herzschmerzbezogenen Songwritings und bezeichnet es als langweilig

09.03.2026 - 11:00 Uhr

Jack White, ein profundes Kraftpaket der Rockmusikszene und ehemaliger Leadsänger von The White Stripes, hat in einem kürzlich geführten Interview zugegeben, dass er nicht viel Interesse daran zeigt, öffentliche Trennungen - so wie es die Popikone Taylor Swift tut - in Chart-Stürmer zu verwandeln.

Der mittlerweile 50-jährige Mann hinter eindringlichen Songs gibt zu denken, diesem Stil des Songwritings recht wenig Geschmack abgewinnen zu können, den er sogar als 'ein bisschen langweilig' beschreibt. Bei der Beantwortung der Frage des 'Guardian', ob große Teile seiner Liedtexte auf persönlichen Erfahrungen basieren, gab White zurückhaltend zu Protokoll: 'Nicht besonders viel.' In Anlehnung daran ließ er auch durchblicken, warum er darüber hinaus dem confesshaften Stil, der augenscheinlich in der Popmusik der Gegenwart Fuß gefasst hat, eher ausweicht.

Bei einem klaren Seitenhieb auf den erzählenden Stil von Taylor Swift meint White: 'Es ist geradezu populär - auf die Taylor-Swift-Art und Weise, Popsänger schreiben ausführlich über ihre öffentlich ausgetragenen Zerwürfnisse. Ich finde das ehrlich gesagt überhaupt nicht fesselnd. Es ist für mich eher langweilig, über mich selbst zu schreiben.'

In Anbetracht der erzielten Erfolge wie die Single 'Seven Nation Army' verrät er, dass er es tatsächlich bevorzuge, seine schwierigen oder emotional aufgeladenen Erfahrungen in fiktive Charaktere einzuweben, anstatt sie in einem direkten Kontext darzustellen. Zur Erläuterung fügt er hinzu: 'Wenn es um etwas wirklich Schmerzhaftes geht, werde ich dieses gewichtige, schmerzhafte Erlebnis nicht einfach da draußen präsentieren, damit irgendein gedankenloser Mensch im Internet darauf herumtrampeln kann. Deshalb integriere ich Teile davon in das, was ich mache, und verwandle es in den Charakter von jemand anderem. Ich kann tatsächlich erst etwas über mich selbst erfahren, wenn ich es in die Schuhe einer anderen Figur stecke.'

Im Verlauf des Interviews bringt der Musiker auch zur Sprache, warum er, trotz seiner scharfen Kritik an Persönlichkeiten wie dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump, sich nie dazu entschlossen hat, offen politische Lieder zu schreiben. Er argumentiert: 'Ich denke, viele Menschen in Zeiten von Protestbewegungen waren in der Zwickmühle: Man will ein Statement setzen, aber derjenige, der spricht, kann schnell zerrissen werden. Die Suche nach Heuchelei wird sehr intensiv, sobald jemand ans Rednerpult tritt und jemand anderen verurteilt.'

Jack White schließt seine Gedanken ab, indem er darauf hinweist, dass er in Interviews durchaus offen über Politik sprechen kann, diesen direkten Ansatz jedoch nicht in seiner musikalischen Arbeit wählen will. Er begründet dies: 'Wenn es um den Präsidenten geht, weiß ich viel darüber, deshalb fühle ich mich wohl dabei, es auszusprechen. Aber wenn ich es in eine künstlerische Form bringen würde, glaube ich nicht, dass ich diese Dinge direkt sagen würde. Ich würde keine Namen nennen. Ich würde eine Figur erfinden.'

Quelle: BANG Media International

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