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Tom Holland offenburgt eine leidenschaftliche Verteidigung für die Benutzung des Begriffs Dad in The Odyssey
14.07.2026 - 12:00 Uhr
Die Verwendung moderner Sprache in Texten oder Filmen, die ursprünglich in älteren historischen Perioden angesiedelt sind, kann oft zu kontroversen Diskussionen führen.
Eine solche Diskussion hat sich kürzlich rund um 'The Odyssey', die Neuverfilmung des klassischen Epos von Homer durch Sir Christopher Nolan, entfaltet. Der 30-jährige Tom Holland, der für die Rolle des Telemachos, dem Sohn des von Matt Damon gespielten Odysseus, ausgewählt wurde, hat die Verwendung der alltäglichen Sprache in dem Film vehement verteidigt.
Der Neugestaltung des klassischen Stoffes hat zu einer Fülle von Kritiken und Meinungsverschiedenheiten geführt, hauptsächlich durch die Einführung einer modernen Interpretation des antiken Epos, das tief in der klassischen Literatur verwurzelt ist. Eine der Hauptkritiken betrifft insbesondere die Verwendung des englischen Wortes 'Dad', welches eine informelle Bezeichnung für 'Vater' ist. Dies war ein Punkt, der zu hitzigen Diskussionen geführt hat. Die Simplizität und Alltäglichkeit des Ausdrucks 'Dad' schien bei einigen das Gefühl des zeitgemäßen Kontextes und der historischen Genauigkeit zu stören.
In einer Episode von 'Channel 4 News' erklärte Holland energisch seine Ansicht zu der umstrittenen Wortwahl: 'Damals hätte ich ja auch nicht Vater gesagt, oder? Ich hätte Griechisch gesprochen. Insofern ist das nicht weniger korrekt.' Seine Argumentation legt die Absurdität nahe, dass eine hohe Anforderung an sprachliche Genauigkeit in einem Setting gelegt wird, das nicht der ursprünglichen Zeit oder dem Originalschauplatz entspricht.
Auch der renommierte Regisseur Christopher Nolan, bekannt für seine bahnbrechenden und kreativen filmischen Interpretationen, stimmte Holland zu und stellte sich hinter die kreative Entscheidung. Er sagte: 'Wenn Menschen auf die Antike blicken, tun sie das oft auf eine merkwürdige Weise. Es gibt viele kulturelle Vorurteile. Vieles wird allein deshalb überhöht, weil es alt ist. Ich wollte den Stoff für ein modernes Publikum frisch wirken lassen. Wenn man das Gedicht liest, entdeckt man etwas, das sehr bodenständig, direkt und zugänglich ist.'
Es waren aber nicht nur die sprachlichen Entscheidungen, die Kritik hervorriefen. Neben der Verwendung moderner Sprache und umgangssprachlicher Ausdrücke führten auch die amerikanischen Akzente der Charaktere zu Diskussionsstoff, da der Film eigentlich im 12. Jahrhundert angesiedelt ist. In seiner gelassenen Art kommentierte Nolan die Kritik und erklärt, dass solche Diskussionen zum künstlerischen Prozess dazugehörten.
In einem Interview mit der britischen Zeitung 'The Telegraph' äußerte er: 'Diese Debatten, die geführt werden, bevor überhaupt jemand den Film gesehen hat, sind letztlich bedeutungslos. Denn niemand weiß bislang, was der Film tatsächlich ist.'
Diese Art von Kontroversen ist Nolan nicht fremd. Er erinnerte sich an ähnliche Diskussionen während seiner Arbeit an der 'Dark Knight'-Batman-Trilogie und sagte: 'Ich habe zehn Jahre meines Lebens mit Batman verbracht. Als ich 'Batman Begins' übernahm, hatten Autoren und Künstler fast 65 Jahre lang an dieser Figur gearbeitet. Entsprechend gab es viele festgefahrene Vorstellungen darüber, wofür Batman steht.' Die Tatsache, dass seine Arbeit in der Vergangenheit ähnliche polarisierende Diskussionen hervorgerufen hat, könnte als Beweis dafür gedeutet werden, dass seine kreativen Entscheidungen trotz der Kritik letztendlich erfolgreich sind.
Quelle: BANG Media International
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