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Dokumentarfilm-Regisseur von Bts: Das Comeback der Band wird stark durch die griechische Mythologie beeinflusst

23.03.2026 - 14:49 Uhr

Im Rahmen der neuesten Netflix-Dokumentation 'Bts: The Return' wurde der ikonische Text der 'Odyssee', ebenso wie die vielfältigen Aspekte der griechischen Mythologie, als Inspirationsquelle aufgegriffen.

Die Konzeption des Films und seine emotionale Struktur werden stark geprägt von dieser klassischen Odyssee, in welcher Odysseus, der König von Ithaka, zehn Jahre nach dem Trojanischen Krieg eine stürmische und äußerst turbulente Heimreise antritt.

Nachdem die K-Pop-Ikonen Bts eine Pause einlegten und sich schließlich wiedervereinigten, wirkte diese Plot-Linie in vielerlei Hinsicht wie die Moderne Version einer musealen Epopöe. Der renommierte Filmemacher quält sich mit der Frage, wie die Zugänge zur griechischen Mythologie auf das Projekt angewandt werden können. Bao Nguyen, der Regisseur des Films, erinnert sich dabei an seine erste Begegnung mit der Band.

In einem Interview mit 'Teen Vogue' erzählte er: "Nun, es ist irgendwie eine lange Geschichte, aber ich halte mich kurz. Ich hatte mich kurz vor dem Ende ihrer SoFi-Tour im Jahr 2021 an das Label gewandt. Als ich bei dem Konzert war, hatte das Ganze in vielerlei Hinsicht etwas Episches." In Nguyens Augen stellten Bts die moderne Manifestation von Odysseus dar, der in den Krieg zog, und die Army -Dollar teure Fangemeinde der Band- fungierten wie Penelope, die auf die Rückkehr ihrer Helden wartete.

"Also bin ich damals mit dieser Idee an das Label herangetreten, aber sie waren mitten im Militärdienst und jeder hatte sozusagen sein eigenes Leben. Und dann kamen sie im Sommer 2025 wieder auf mich zu und sagten: 'Nun, die Gruppe ist zurück. Sie nehmen ein Album auf. Hättest du Interesse, einen Film darüber zu machen?' Und da hat es dann angefangen."

Der Kerngedanke, die gigantische Show von Bts im SoFi Stadium aus einer mythischen Perspektive zu betrachten, bildete den Ausgangspunkt für die emotionale Grundstimmung der Dokumentation. Bao erklärt, dass die Parallelen zur 'Odyssee' nicht nur ein kreativer Einfall waren, sondern zu einer Perspektive wurden, durch die er die Reise der Band und die unerschütterliche Loyalität der Fans besser verstehen konnte.

Ein markanter Moment mit dem Bandmitglied Rm bestätigte ihm endgültig, dass er auf dem richtigen Weg war. Auf die Frage, ob ihm etwas besonders im Gedächtnis geblieben sei, erklärte er: "Das war in vielerlei Hinsicht ein Zufall. Ich hatte erwähnt, dass die 'Odyssee' und die griechische Mythologie ein Rahmen für den Film sind, und wir saßen einfach im Auto mit Rm und fuhren von seinem Zuhause in LA ins Studio." In diesem Moment begann Rm über "Kairos" und "Chronos" zu sprechen - zwei griechische Zeitkonzepte. Dabei steht 'Chronos' für die messbare, lineare Zeit, wohingegen 'Kairos' das Unmessbare symbolisiert, sprich das Leben in einzelnen Momenten und seiner Vergänglichkeit.

"Das war ganz am Anfang der Dreharbeiten, und da wurde mir klar, dass das, was ich von außen als ihre Reise wahrgenommen hatte, auch etwas war, das sie selbst so sahen. Und Rm, der offensichtlich ein sehr philosophischer und weiser Mensch ist, brachte mich dazu, zu erkennen, dass wir die Chance hatten, einen wirklich großartigen Film zu machen."

Quelle: BANG Media International

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