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Batman-Amoklauf: Täter wurde schuldig gesprochen

17.07.2015 - 08:30 Uhr

James Holmes (27) wurde nach seinem Amoklauf in einem Kino für schuldig befunden.

Der Amerikaner tötete am 20. Juli 2012 insgesamt zwölf Menschen in Aurora, Colorado, bei einer Vorstellung des Batman-Films 'The Dark Knight Rises'. Knapp drei Jahre nach dem Massaker sprach die Jury den Täter jetzt schuldig. Er selbst hatte auf nicht schuldig plädiert und als Grund eine Geistesstörung angegeben, weshalb es in dem Verfahren zum größten Teil auch um seine mentale Verfassung ging. Die zwölf Geschworenen kamen allerdings zu dem Schluss, dass Holmes zurechnungsfähig gewesen war, obwohl er laut seines Anwalts zum Tatzeitpunkt nicht gewusst habe, was er tat, dachte oder fühlte.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte dagegen, dass der Täter den Amoklauf genau geplant habe, sogar seine Flucht aus dem Kino habe er schon zuvor ausgearbeitet.

Im Laufe des Verfahrens sagten 69 der 70 Überlebenden vor Gericht aus, die unter anderem davon berichteten, wie traumatisierend es gewesen war, Nahestehende vor ihren Augen sterben zu sehen. Einige der Überlebenden haben Gliedmaßen verloren oder sind nach den Schusswunden gelähmt.

Neben zwölffachen Mordes wurde Holmes auch des versuchten Mordes in 70 Fällen schuldig gesprochen. Welche Strafe er nun bekommt, wird sich erst in einigen Monaten, nach dem zweiten Prozessabschnitt, zeigen.

Der Amoklauf sorgte damals auch in Hollywood für Erschüttern. 'The Dark Knight Rises'-Star Christian Bale (41) erklärte in einem Statement: "Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie schrecklich ich mich fühle. Doch ich kann nicht einmal den Anfang des Schmerzes und der Trauer empfinden, den die Opfer und Angehörigen erleiden müssen. Mein Herz ist bei ihnen."

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