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Trotz Anklage bleibt Fatboy Slim positiv: Ein Gespräch über Rechtsstreitigkeiten, Sampling und das Treffen von Helden

31.12.2025 - 11:00 Uhr

Manchmal führen unerwartete Ereignisse zu den interessantesten Begegnungen.

Für Fatboy Slim, den Mann hinter dem Hit 'Praise You' und dessen bürgerlichem Namen Norman Cook, war dieses Ereignis eine Klage. Ein rechtliches Missverständnis, das aus unscharfen Regeln für Musik-Sampling resultierte, führte dazu, dass er sich persönlich mit Paul Simonon von The Clash auseinandersetzen musste. Der Grund dafür war, dass sein Beats International-Song 'Dub Be Good to Me' die Basslinie aus der Single 'Guns of Brixton' der Punkband gesampelt hatte.

Angesichts der damaligen Unklarheit über die Regeln fürs Sampling sah er sich gezwungen, der Band Songwriting-Credits und eine nicht näher bezifferte Summe zu geben. Dennoch hat er aus dieser rechtlichen Verwicklung einen Silberstreifen gezogen.

Im Gespräch mit 'Bang Showbiz' und anderen Medien teilte er seine Erfahrung mit humorvollem Unterton: 'Eigentlich war es ziemlich bizarr. The Clash waren und sind meine Lieblingsband. Und dann lerne ich meine Idole kennen und der erste Kontakt ist ein Anruf, der besagt: 'Ich werde dich verklagen und ich will eine große Summe Geld von dir, Motherf***er.' Typisch: 'Oh, hi Paul.'.'

Zu der Zeit, als 'Dub Be Good to Me' veröffentlicht wurde, gab es keine klaren Vorgaben zum Sampling. 'Aber ich habe es mit Paul geklärt. Wir haben uns hingesetzt und alles ausdiskutiert. Wir haben eine Summe gefunden, die für beide Seiten akzeptabel war und auf diese Weise habe ich Mick und Joe kennengelernt. Trotz des eher unangenehmen Starts war es irgendwie schön, meine Helden zu treffen', reflektierte der 62-jährige Cook.

Obwohl angesichts der Art und Weise, wie die ganze Auseinandersetzung begann, könnte man leicht einen negativen Beigeschmack vermuten, doch Fatboy Slim sieht es aus einer humorvollen Perspektive. Er ist sogar dankbar dafür, dass er durch diesen ungewöhnlichen Umstand die Gelegenheit hatte, einer seiner Helden zu treffen. Er erklärt sogar, dass Paul nur aufgrund einer Bemerkung seiner damaligen Freundin rechtliche Schritte eingeleitet hat. 'In der Musikindustrie gibt es ein Sprichwort: 'Mit Erfolg kommen Klagen'. Als 'Dub Be Good To Me' einen Durchbruch schaffte, fragte die Freundin von Paul Simonon, ob er Geld dafür bekommen hat. Er antwortete nur: 'Nein, glaubst du, ich sollte?'. Das war der Anfang unserer rechtlichen Auseinandersetzung.', erinnert er sich.

Quelle: BANG Media International

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