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Die Erfolgreiche britische Sängerin Lily Allen enthüllt den tatsächlichen Grund für die Verlegung ihrer Nordamerika-Tournee auf kleinere Veranstaltungsorte

16.09.2026 - 12:00 Uhr

Lily Allen, die mehrfach preisgekrönte britische Künstlerin, hat vor kurzem in einem offenen und ehrlichen Interview erklärt, warum sie sich gezwungen sah, mehrere Termine ihrer Nordamerika-Tour in kleinere Veranstaltungsorte zu verlegen.

Der Grund für diese doch beachtliche Veränderung waren, entgegen einiger Vermutungen, nicht organisatorische Überlegungen, sondern schlicht und einfach eine zu geringe Anzahl von verkauften Tickets. Die ursprünglich geplante 'West End Girl'-Tour beinhaltete eine Reihe von Arena-Konzerten, die in den größten Städten Nordamerikas stattfinden sollten.

Im Juli jedoch sickerte die Nachricht durch, dass einige Termine in Theater verlegt werden sollten und sogar ein geplantes Konzert in Montreal vollständig abgesagt werden musste. Diese Neuigkeiten führten zu einer Vielzahl von Spekulationen und Gerüchten über die möglichen Gründe für diese Veränderungen. Allen jedoch hat sich entschlossen, sich diesen Spekulationen und Vermutungen zu stellen und in einem Interview mit dem angesehenen Magazin 'The Cut' die wahren Beweggründe zu enthüllen. "Die Ticketverkäufe waren einfach nicht da", offenbarte sie.

In dem selben Gespräch nutzte die Sängerin auch die Chance, um auf ein weit verbreitetes Vorurteil gegenüber Künstlern einzugehen, nämlich die Annahme, dass die Entscheidung über die Größe eines Veranstaltungsortes ausschließlich aus ihrer Gier stammt. "Ich glaube, dass die Leute manchmal eine falsche Vorstellung davon haben, wie gierig Künstler sind" , führte sie aus. Zwar gibt sie zu, dass es durchaus Künstler gibt, die nur auf den eigenen Profit aus sind, betont jedoch, dass die Wahl eines Veranstaltungsortes nicht allein von ihnen getroffen wird. Sie selbst wäre nicht in der Position, bei großen Veranstaltungsorten wie dem Madison Square Garden anzurufen und Tickets für ihre Show zu buchen, denn diese Entscheidungen lägen in der Hand von Veranstaltern und Agenten.

Allen erläuterte weiter, dass die Entscheidungen der Veranstalter hauptsächlich auf umfangreiche Daten verschiedenster Quellen beruhen, mit denen sie abschätzen können, wie viele Tickets sie voraussichtlich verkaufen können. Sollten diese Prognosen positiv ausfallen, erhält der Künstler ein entsprechendes Angebot und wird darüber informiert, dass man glaube, die vorgeschlagene Location ausverkaufen zu können. Die britische Sängerin gestand dabei, dass sie selbst von Beginn an skeptisch hinsichtlich der Größe der ursprünglich geplanten Veranstaltungen war. Sie teilte ihre Bedenken mit ihrem Manager und fragte, ob er sicher sei, dass die ehrgeizigen Pläne umsetzbar seien.

Nach der ersten Einschätzung ihres Teams bestand jedoch kein Zweifel an der Machbarkeit der Planung und so wurde sie zunächst akzeptiert. Aber schon bald wurde deutlich, dass die Nachfrage nicht ausreichend war, um die geplanten Veranstaltungsorte zu füllen. Doch anstatt die gesamte Tour abzusagen, entschied sich Allen gemeinsam mit ihrem Team für eine pragmatische Lösung, um rund 50 Crewmitglieder nicht zu enttäuschen, die fest damit rechneten, bis Oktober beschäftigt zu sein.

Aus diesem Grund wurde beschlossen, bei den Veranstaltern nach kleineren Locations zu fragen, die besser zur tatsächlichen Nachfrage passten. Während Allen und ihr Team nach besten Kräften bemüht sind, die Situation zu managen, gibt sie zu, dass sie das Geschäft mit Live-Konzerten nach wie vor als ein "Minenfeld" empfindet und einräumt, dass sie selbst immer noch nicht vollständig versteht, wie das System funktioniert.

Besonders beunruhigend für sie ist das Phänomen kurzfristig verfügbarer Tickets. Sie erhält oft Nachrichten von Fans, die ihr mitteilen, dass sie kurz vor Beginn eines ausverkauften Konzerts noch Tickets erwerben konnten. "Ich bekomme am Tag eines ausverkauften Konzerts Nachrichten von Leuten, die sagen: 'Ich habe heute ein Ticket für 22 Dollar bekommen.'" Natürlich ist Allen bewusst, dass einige Tickets oft erst kurz vor der jeweiligen Show freigegeben werden. Doch gleichzeitig wird den Künstlern mitgeteilt, dass die Veranstaltung bereits am ersten Verkaufstag ausverkauft war. "Ich weiß nicht, was zum Teufel da passiert. Irgendjemand weiß es, aber offensichtlich sind wir Künstler es nicht, die im Bilde sind."

Quelle: BANG Media International

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