Startseite » Musik » Musik News » Sir Paul McCartney fühlte sich wie unter den Toten, nachdem die Beatles sich aufgelöst hatten
Sir Paul McCartney fühlte sich wie unter den Toten, nachdem die Beatles sich aufgelöst hatten
03.11.2025 - 18:05 Uhr
Sir Paul McCartney hat offenbart, dass er sich wie ein 'Gestorbener' fühlte, nachdem die berühmten Beatles sich getrennt hatten.
Dieser tiefe emotionale Zustand brachte den damals 27-jährigen Musiker an den Rand, seine musikalische Karriere aufzugeben. Während dieser düsteren Phase seines Lebens war McCartney nicht nur mit dem emotionalen Kummer des Endes der Beatles konfrontiert, sondern auch mit bizarren Gerüchten, die seinen Tod bei einem imaginären Autounfall behaupteten.
In seinen brandneuen Memoiren, mit dem Titel 'Wings: The Story of a Band on the Run', gibt McCartney ein detailliertes Konto der emotionalen Auswirkungen der Auflösung der Beatles. Ebenso beschreibt McCartney den enormen öffentlichen Druck, der damit einherging. In dieser Zeit wurde eine langjährige Verschwörungstheorie wiederbelebt, die erstmals 1966 ins Leben gerufen wurde. Diese Behauptungen basierten auf der Prämisse, dass McCartney durch einen Doppelgänger ersetzt worden sei.
Sir Paul erzählt: "Das seltsamste Gerücht, dass ich eigentlich tot sei, kam auf, als die Beatles gerade dabei waren, sich zu trennen". Diese mysteriöse Theorie, die vorher schon existiert hatte, nahm im Herbst 1969 signifikante Ausmaße an, als ein amerikanischer DJ das Gerücht wieder aufgriff. Die Verschwörung erreichte eine solche Eigendynamik, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt glaubten, dass McCartney in Wirklichkeit gestorben sei.
Inmitten dieser Wahrnehmung der "Macht des Klatsches und der Absurdität" der Geschichten, zogen McCartney und seine Frau Linda aus London weg. McCartney teilte mit: "Wir zogen fort, um den bösartigen Gerüchten zu entkommen, die die Beatles zerstörten". Indem er zurückblickt, denkt McCartney nun, dass die aufgetauchten Gerüchte vielleicht wahrer waren, als man damals annahm. Er fühlte sich in vielerlei Hinsicht 'tot' und ertrank in einem Meer aus juristischen und persönlichen Unstimmigkeiten.
McCartney beschrieb diese Phase seines Lebens als eine Zeit, in der er einen kompletten Neustart brauchte. Ein Umzug auf eine Schaffarm in Schottland zusammen mit Linda und seiner Tochter Mary half ihm, sich selbst wieder zu finden. Dies war das erste Mal seit Jahren, dass McCartney das Gefühl hatte, volle Kontrolle über sein eigenes Leben zu haben. Er war sich damals jedoch nicht bewusst, dass er sich allmählich aus dem langen Schatten der Beatles herauslöste.
Mit einem festen Entschluss, einen neuen Pfad einzuschlagen, veröffentlichte McCartney 1971 das Album 'Ram', zusammen mit Linda und dem Schlagzeuger Denny Seiwell. Später gründete er gemeinsam mit Linda und dem ehemaligen Gitarristen der Moody Blues, Denny Laine, die Band Wings.
Die ersten Reaktionen auf das Album waren hart. Das 'Rolling Stone' Magazin bezeichnete 'Ram' als "unglaublich belanglos und monumental irrelevant", während der 'Nme' es als schwach bezeichnete. Doch Wings schafften es schließlich zu weltweitem Ruhm. Ihr 1973 Album 'Band on the Run' erreichte Platz 1, gefolgt von 'Venus and Mars' und dem Weihnachtshit 'Mull of Kintyre' von 1977, die als die erste Single in Großbritannien mehr als zwei Millionen Mal verkauft wurde.
Nach der Auflösung der Wings 1981 begann McCartney mit seiner Solokarriere, die bis heute, mehr als vierzig Jahre später, fortgesetzt wird. In der Einleitung zu seinem Buch offenbart McCartney, dass er intensiv an neuen Songs arbeitet. Er teilt mit: "Ich habe 25 Songs, die ich in den nächsten Monaten fertigstelle. Neue Songs, die interessant sind. Ich höre etwas, ein Stück Musik, und denke: 'Oh, das liebe ich.' Und ich baue dieses Gefühl in ein neues Lied ein."
'Wings: The Story of a Band on the Run' von Paul McCartney ist bei Allen Lane erschienen und füllt die Lücke in der Erzählung der Beatles' Nachgeschichte, indem es die einzigartige Reise des legendären Musikers aufzeigt. Sie ist sowohl ein essentielles Stück Musikgeschichte als auch ein inspirierender Teil von McCartneys persönlicher Lebensgeschichte.
Quelle: BANG Media International
Artikel teilen:
Mehr News zum Thema
- This Is Spinal Tap-Die Fortsetzung wird spektakuläre Cameo-Auftritte von Musiklegenden wie Sir Elton John und Sir Paul McCartney in Szene setzen
- Paramore hätten sich beinahe aufgelöst
- Die Musiklegenden Sir Paul McCartney und Sir Elton John erscheinen in der Fortsetzung von This Is Spinal Tap
- Dolly Parton amüsiert sich über ihren Liebesbrief an die Beatles-Legenden Sir Paul McCartney und Ringo Starr
- Paul McCartney: The Beatles hatten alle psychische Probleme
- Sir Paul McCartney: Neuer Beatles-Song ist nicht künstlich oder synthetisch