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Massive Attacks erinnern sich an surreale Erfahrung nach ihrer Festnahme in Singapur und an das Verbot, ins Land zurückzukehren

03.08.2026 - 19:00 Uhr

In einem kürzlichen Vorfall während ihrer Welttournee haben Massive Attack die "surreale Erfahrung" geschildert, sich unmittelbar nach ihrem beeindruckenden Konzert in Singapur unerwartet in einer beunruhigenden Situation wiederzufinden: Sie und ihre gesamte Tour-Crew wurden von den Behörden befragt und festgehalten.

Der verstörende Vorfall, der diese unangenehme und beunruhigende Situation ausgelöst hat, war das Zeigen einer palästinensischen Flagge. Als bedeutendes Symptom der politischen Spannungen in der Region war die palästinensische Flagge für die betreffenden Behörden offenbar zutiefst provokativ. Infolgedessen wurde die Tatsache, dass dieses provozierende Symbol des politischen Kampfes in Palästina gezeigt wurde, zum Hauptskandal der Veranstaltung und führte zur weiteren Eskalation des Vorfalls. Als Reaktion darauf wurde dem dynamischen Duo, bestehend aus Robert Del Naja und Grant Marshall, offiziell die erneute Einreise in das asiatische Land verwehrt.
In einer ausführlichen und mutigen Stellungnahme schilderten die gefeierten 'Teardrop'-Interpreten, wie sie nach ihrer energetischen Performance im renommierten Star Theatre am 29. Juli mit tiefer Besorgnis und Enttäuschung feststellen mussten, dass sie von der örtlichen Polizei festgehalten wurden. Nach Aussagen der Bandmitglieder, die das erschütternde Ereignis durchlebt haben, wurden die Musiker einzeln befragt, ihre intime Unterkunft in Form von Hotelzimmern durchsucht und ihre Reisepässe zur vorübergehenden Beschlagnahmung entfernt.
Darüber hinaus berichtete die weltoffene und bewusste Band über ihre Wahrnehmung von dem, was während ihrer Performance passiert ist. Sie erklärten, dass große Teile des Publikums während ihres Konzerts zweimal spontan "Free Palestine"-Rufe angestimmt hatten: einmal vor der energiegeladenen Darbietung der Band und erneut mit voller Überzeugung am Ende des atemberaubenden Musikspektakels. Massive Attack bezeichneten diese Passion und das Engagement des Publikums als "organisch" und schlugen vor, dass die Fans möglicherweise im Voraus über das Potenzial informiert gewesen waren, dass solche Äußerungen gegen Singapurs strenge und umstrittene Zensurgesetze verstoßen könnten. Dennoch waren die Fans offenbar entschlossen, ihre Meinung zu bekennen und sich von möglichen Konsequenzen nicht abschrecken zu lassen.
Die anerkannten Musiker betonten in ihrer Stellungnahme, dass sie nicht erwartet hatten, dass das bloße Zeigen der Flagge eines souveränen Staates - eines Staates, der von nicht weniger als 157 Ländern als legitime nationale Einheit anerkannt wird - gegen eine Bestimmung verstoßen könnte. Dieser Akt des friedlichen Protestes durch ihre Fans wurde in der retrospektiven Analyse der beiden Bandmitglieder als stolzer Moment der gemeinsamen Verbundenheit beschrieben. Sie lobten ihre Fans, die ihrer Meinung nach ein "moralisches Bedürfnis" verspürt hätten, ihre Solidarität mit den unterdrückten Menschen in Palästina öffentlich kundzutun.
In ihrer emotionaleAns sprache kritisierten sie vehement, dass die anhaltende Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft und ihrer institutionellen Vertreter unschuldige Bürger dazu bringt, persönliche Risiken einzugehen, um das Unrecht, das ihnen nahesteht, anzusprechen und zu bekämpfen. Sie bezeichneten ihre Erfahrung als "surreal". Dieses dramatische Ereignis habe sie erneut daran erinnert, wie unerlässlich es sei, die universalen Menschenrechte und Meinungsfreiheit beständig und unermüdlich zu verteidigen.
Die engagierten Musiker wiesen auch auf die Situation in ihrem Heimatland Großbritannien hin. Sie beklagten, dass friedliche Demonstranten dort unter dem drakonischen Schutz des Terrorgesetzes festgenommen worden seien, weil sie sich gewagt hatten, handgeschriebene Schilder zu tragen, die den Genozid anprangerten. Sie wiesen darauf hin, dass das Ausdrücken von Meinungsfreiheit und das Streben nach Gerechtigkeit in ihrer Heimat und anderswo mehr und mehr kriminalisiert wird.
Am Ende ihrer einfühlsamen und leidenschaftlichen Erklärung äußerten Massive Attack ihren tiefen Dank an die Menschen in Singapur für deren Unterstützung trotz der schwierigen Umstände. Gleichzeitig forderten sie die Regierung auf, den UN-Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte zu ratifizieren. In ihren Augen sollte jeder Bürger das Recht haben, seine Überzeugungen "ohne Angst vor staatlicher Strafverfolgung" zu äußern. Dies ist ein unveräußerliches Menschenrecht, das keinen Kompromissen unterliegen sollte.
Die Polizei von Singapur und die Medienaufsichtsbehörde gingen am Samstag (1. August) in die Offensive und gaben eine eigene Erklärung zu den Vorfällen ab. In ihrer offiziellen Erklärung bestätigten die Behörden, dass Robert "3D" Del Naja und Grant "Daddy G" Marshall aufgrund von "Handlungen zur Unterstützung einer politischen Sache und des Entfaltens einer ausländischen Flagge" eine Untersuchung eingeleitet haben.
Nach Rücksprache mit der Generalstaatsanwaltschaft, die die rechtliche Position der Regierung vertritt, erhielten die beiden Männer eine "ernste Verwarnung" wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Gesetz zur Kontrolle ausländischer Symbole sowie gegen das Gesetz zur öffentlichen Ordnung. Zusätzlich zu dieser ernsthaften Maßnahme teilten die Behörden weiterhin mit, dass den beiden Musikern die Wiedereinreise nach Singapur verweigert wurde. Daher werden zukünftige Anträge für Auftritte der renommierten Band nicht genehmigt. Die Polizei von Singapur möchte in ihrer abschließenden Anmerkung verdeutlichen, dass sie Handlungen, die möglicherweise den religiösen und ethnischen Zusammenhalt des Landes gefährden könnten, sehr ernst nimmt.
Zudem ist zu bemerken, dass Del Naja bereits im April in London während einer Demonstration gegen das Verbot der Aktivistengruppe Palestine Action festgenommen wurde. Dies zeigt deutlich das persönliche Engagement dieses renommierten Musikers für die palästinensische Sache und die anhaltende Verletzung der Menschenrechte, die er und seinen musikalischen Partner dazu bringt, immer wieder auf diese Probleme hinzuweisen.

Quelle: BANG Media International

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