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Wegen WM-Auftritt: Heftige Kritik an Robbie Williams

13.06.2018 - 15:00 Uhr

Moskau - Robbie Williams wird morgen (14.06.) bei der großen Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft auftreten.

Der Sänger ist Teil der Eröffnungszeremonie, an der der russische Präsident vor dem ersten Spiel des Turniers zwischen Russland und Saudi-Arabien teilnehmen wird. Dafür erntet der Sänger jetzt heftige Kritik. Britische Politiker und Aktivisten forderten ihn, sowie die komplette politische Riege und die köngliche Familie dazu auf, die WM zu boykottieren. Dabei soll gegen die mutmaßliche russische Beteiligung an dem Giftgasanschlag auf die zwei russischen Ex-Agenten Sergej und Julia Skripal in England demonstriert werden. Bill Browder, der Leiter der weltweit agierenden Magnitsky-Anti-Korruptions-Kampagne, schrieb auf "Twitter": "Es gibt viele Möglichkeiten, Geld zu verdienen, Robbie Williams, aber deine Seele an einen Diktator zu verkaufen, sollte keine davon sein. Schande über dich." Der Labour-Abgeordnete Stephen Doughty sagte laut "Guardian": "Es ist überraschend und enttäuschend zu hören, dass ein so großer britischer Künstler wie Robbie Williams, der Menschenrechtskampagnen unterstützte und der Freund der Lgbt+ Gemeinde ist, offenbar zugestimmt hat, von Russland und der Fifa bezahlt zu werden, um beim Auftakt der Weltmeisterschaft zu singen. In einer Zeit, in der russische Jets Zivilisten in Syrien bombardieren, vergiftet der russische Staat Menschen auf den Straßen Großbritanniens und verfolgt Lgbt+ Menschen in Tschetschenien und anderswo - ganz zu schweigen von dem Versuch, unsere Demokratien zu untergraben. (...) Ich kann nur hoffen, dass Robbie sich dort zu diesen Themen neben seinem Auftritt äußern wird."

Robbie Williams selbst hat sich zu der Kritik noch nicht geäußert. Der Auftritt soll bislang noch wie geplant stattfinden.

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