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Gefährlich und toxisch: Madison Beer äußert scharfe Kritik an dem Erfolgsdruck in der Musikbranche und warnt davor, künstlerischen Wert ausschließlich anhand von Chartplatzierungen zu messen

05.02.2026 - 14:00 Uhr

Wenn es um die Musikindustrie geht, hat Madison Beer eine Reihe von starken Ansichten und Meinungen.

Diese werden deutlich in ihrer scharfen Kritik an dem enormen Druck auf Erfolg, der in der Branche herrscht. Noch wichtiger ist jedoch, dass sie vor den Gefahren gewarnt hat, künstlerische Leistung und deren Wert ausschließlich anhand von Chartplatzierungen zu messen.


Die 26-jährige Sängerin mit der beeindruckenden Stimme, die auch als Songwriterin tätig ist, veröffentlichte jüngst ihr drittes Studioalbum mit dem Titel 'Locket'. Dieses Album schaffte es in den US-Charts auf Platz zehn, ein anerkennenswerter Erfolg, der aber von einigen Kritikern als mangelhaft eingeschätzt wurde.


Im Zuge eines Gesprächs mit 'The Hollywood Reporter' äußerte sich Beer dazu und stellte klar, dass sie sehr geehrt sei, ein Top-10-Album erreicht zu haben. Allerdings betonte sie felsenfest, dass Chartplatzierungen für sie keineswegs ein Maßstab für den künstlerischen Wert eines Albums seien. Wörtlich sagte sie dazu: "Ein Top-10-Album war immer ein Traum für mich. Ich fühle mich unglaublich geehrt, und ich finde es wirklich cool. Aber es definiert für mich nicht, was ein gutes Album ist oder nicht. Es definiert auch nicht meinen Selbstwert."


Besonders kritisch äußerte sie sich zu der allgemeinen Erwartungshaltung, dass Projekte nur dann als erfolgreich gelten können, wenn sie den ersten Platz erreichen. In klaren Worten erklärte sie diesbezüglich: "Mich als nicht gut genug oder nicht erfolgreich genug zu bezeichnen, nur weil ich nicht auf Platz eins bin, ist wirklich gefährlich und toxisch - für alle Beteiligten." Sie fügte hinzu, dass diese Einstellung eine höchst problematische Botschaft vermittelt: "Das suggeriert Menschen in allen Branchen, dass sie ein Versager sind, wenn sie nicht ganz oben stehen. Das ist Unsinn."


Madison Beer erläuterte auch, dass sie entschieden nicht das Ziel habe, den höchstmöglichen Ruhm zu erlangen. Sie sagte wörtlich: "Ich bin sehr glücklich mit dem, wo ich gerade stehe. Was ist, wenn ich gar nicht so berühmt sein will wie manche andere? Vielleicht ist das eine persönliche Entscheidung. Vielleicht wäre es mir zu überwältigend." Sie fuhr fort, dass sie lieber ein gesundes Gleichgewicht zwischen Karriere und Privatleben anstrebt und bemerkte: "Ich hoffe, ich kann zeigen, dass man nicht alles für die Karriere opfern muss, um wertvoll zu sein."


Während der Arbeit an 'Locket' stellte sie sich hohen künstlerischen Ansprüchen und Herausforderungen. In einem aufschlussreichen Interview mit 'Rolling Stone' erinnerte sie sich an eine insbesondere herausfordernde Gesangsaufnahme: "Es gab einen Song, bei dem ich dachte, ich würde eine Woche lang nicht sprechen können. Aber genau dieses Gefühl, mich selbst herauszufordern und zu sehen, wozu ich fähig bin, hat mir gefallen."

Quelle: BANG Media International

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