Tocotronic-Sänger Dirk beschreibt sich als Anti-Identitär
23.01.2018 - 09:00 Uhr
Berlin - In wenigen Tagen veröffentlichen Tocotronic nach 25-jähriger Bandgeschichte ihr neues "autobiografisches" Album "Die Unendlichkeit".
Das Album erinnert Dirk von Lowtzow, Sänger und Gitarristen der Gruppe, nicht nur an seine Jugend, sondern auch an die Auseinandersetzung mit einer immer rasanteren politischen Entwicklung. Im Interview mit der Berliner Tageszeitung "neues deutschland" sagte der 46-Jährige: "Als das Album in der Vorproduktion war, da hat noch niemand daran gedacht, dass z.B. Herr Trump überhaupt Präsident würde werden können." Seine politische Haltung beschreibt er als Anti-Identität. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt er die Organisation "Pro Asyl". Dazu sagte er: "Deren Arbeit muss man unterstützen. Das Recht auf Asyl, dafür lohnt es sich zu kämpfen. Das ist eins der brennendsten Themen, leider auch der Gegenseite. Umso schlimmer finde ich es, wenn dann von linken oder linksliberalen Leuten gesagt wird: Man muss mit Rechten reden."
Die Rockband Tocotronic wurde übrigens 1993 in Hamburg gegründet. Der Bandname ist abgeleitet von einer japanischen Spielkonsole namens "Tricotronic", einem Vorgänger des "Game Boy".
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