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Kontroverse um Kanye West führt zum Verlust eines wichtigen Sponsors: Pepsi zieht sich vom Wireless Festival zurück
06.04.2026 - 12:01 Uhr
Der renommierte Getränkekonzern Pepsi hat beschlossen, sich aufgrund von Kritik und Kontroversen rund um Kanye West vom Sponsoring des Wireless Festival zurückzuziehen.
Die Marke war eine jahrelange treue Unterstützerin des Events und hatte seit 2015 sogar eine Partnerschaft mit dem Festival, die unter dem Namen 'Pepsi Max Presents Wireless' bekannt war. Doch die jüngsten Entwicklungen haben dazu geführt, dass der bekannte Lebensmittel- und Getränkehersteller jetzt seinen Namen vom Festival abzieht.
Ein Sprecher von Pepsi bestätigte gegenüber 'Billboard' offiziell: "Pepsi hat beschlossen, sein Sponsoring des Wireless Festivals zurückzuziehen." Diese Entscheidung wurde kurz nachdem der britische Premierminister Keir Starmer Kanyes Buchung öffentlich kritisiert hatte, bekannt gegeben. Der Premierminister machte seine Bedenken über Kanyes Teilnahme deutlich und äußerte, "Es ist zutiefst besorgniserregend, dass Kanye West trotz seiner früheren antisemitischen Äußerungen und der Verherrlichung des Nationalsozialismus für das Wireless gebucht wurde".
Starmer betonte, wie abscheulich jeder Akt von Antisemitismus sei und dass es unabdingbar sei, das zu bekämpfen, egal wo es auftritt. Der Premierminister ergänzte, dass alle die Verantwortung dafür tragen, dass Großbritannien ein sicherer Ort für jüdische Menschen ist.
Kanye, dessen neues Album 'Bully' erst am 28. März veröffentlicht wurde, ist für drei aufeinanderfolgende Abende vom 10. bis 12. Juli als Headliner gebucht. Nicht nur Starmer, sondern viele andere haben die Entscheidung des Festival-Veranstalters scharf kritisiert, den 'All of the Lights'-Sänger trotz seiner umstrittenen Aussagen und Handlungen zu buchen.
Dies veranlasste den Jewish Leadership Council, die Entscheidung des Festivals als "zutiefst unverantwortlich" zu bezeichnen. Sie erklärten gegenüber 'Billboard': "Die jüdische Gemeinschaft im Vereinigten Königreich wird derzeit mit einem sehr hohen Niveau an Antisemitismus konfrontiert, dazu zählen tragische Ereignisse wie ein Terroranschlag in Manchester, Angriffe auf Krankenwagen in Golders Green und verhinderte Anschläge, die viele weitere Menschenleben hätten kosten können."
Zu Beginn dieses Jahres suchte Kanye den Dialog und hat sich in einer Anzeige auf einer ganzen Seite im 'Wall Street Journal' sowohl bei der jüdischen als auch bei der schwarzen Gemeinde für seine Taten und Aussagen entschuldigt. Er gab zu, dass seine bipolare Störung ihn dazu führte, den "Bezug zur Realität zu verlieren" und dass er Dinge gesagt und getan hat, die er jetzt "zutiefst bereut". Des Weiteren bestätigte Kanye seine Verpflichtung zu Verantwortung, zur Behandlung seiner Erkrankung und zu echter Veränderung. Allerdings betont er: "Ich bin kein Nazi und kein Antisemit. Das entschuldigt mein Verhalten jedoch nicht."
Quelle: BANG Media International
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