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10.05.2005 10:43 Uhr
Gracia Baur: Media Control ist ihr Nicht böse
München - Die deutsche Pop-Sängerin Gracia Baur soll eine faire Chance beim Eurovision Song Contest bekommen.
Der Meinung ist laut Zeitschrift "Bunte" der Media-Control-Chef Karlheinz Kögel. Seit bekannt wurde, dass Gracias Manager David Brandes illegale Chart-Ankäufe ihrer Single "Run And Hide" tätigte, steht auch die Sängerin unter Beschuss. Kögel sagte allerdings: "Für die Künstlerin gilt doch die Unschuldsvermutung." Auf die Frage, warum Gracia an Brandes festhalte, antwortete Kögel: "Das muss mehr als Vernunft sein. Ich kann die Künstlerin aber verstehen, weil sie ein gutes Lied und eine Riesenchance bekommen hat."
Laut Kögel habe Brandes mehrere Jahre hinweg gehäufte Chart-Ankäufe getätigt. Das belegen alte Kassenbelege, so der Media Control-Chef. Diese Käufe seien aber aufgefallen und nicht für die Charts gewertet worden, heißt es weiter. Brandes behauptet, er habe die Belege in der Nähe einer Autobahnraststätte für zweitausend Euro aufgekauft, um damit zu belegen, dass andere es noch viel doller trieben. Für Kögel ist sein Verhalten "schlichtweg mafiös".
Am 21. Mai tritt Gracia als Vertreterin Deutschlands mit ihrem Song "Run And Hide" beim Eurovision Song Contest in Kiew an. In den Media Control-Charts wird der Song drei Monate lang nicht gewertet (Fan-Lexikon berichtete).
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